Stellungnahme ZGS

Im Folgenden eine Stellungnahme des ZGS zu zwei Beschlüssen der Unileitung zur Verwendung der Studiengebühren in den Fällen „Universitätsmusik“ & „Beamerbetreuung“…

Stellungname zu den Beschlüssen der Universitätsleitung
Die studentische Vertretung im Zentralen Gremium zur Verwendung der Studienbeiträge
(ZGS) der Universität Erlangen-Nürnberg lehnt die Entscheidungen der  Universitätsleitung zu den Einrichtungen Universitätsmusik und Beamerbetreuung ab. Auf konzeptioneller Ebene verliert die studentische Beteiligung an Relevanz und wird zur Farce, wenn die Universitätsleitung im Streitfall immer über die Meinung der Studenten hinweggeht, zumal die Abstimmungsergebnisse äußerst deutlich ausgefallen sind.
Die Unterstützung der Universitätsmusik wird von der studentischen Vertretung abgelehnt, da nur ein sehr geringer Bruchtteil der Studierenden überhaupt von dieser Einrichtung profitiert. Dies ist zum in der relativ geringen Reichweite, was die Teilnehmerzahl angeht, begründet, als auch der Vorbedingung musikalischer Vorbildung zur Aufnahme in die jeweiligen Chöre. Die Einschränkung auf die Personenzahl geht sogar soweit, dass Einzelunterricht[1] aus
Studiengebühren finanziert wird.
Die Universitätsmusik mit den Sprachangeboten zu vergleichen ist bestensfalls mit
absichtlichem Wegschauen haltbar. So ist der Umfang der Teilnahme und der Nutzen für eine spätere berufliche Laufbahn in allen Fachbereich bei der Sprachausbildung ohne Zweifel gegeben. Bei der Ausbildung am Violoncello oder der Trompete ist dies sowohl für den Naturwissenschaftler als auch für den Juristen sehr fraglich.
Desweiteren übt Universitätsmusik eine repräsentative Funktion der Universität nach außen hin aus, was an zahlreichen Konzerten des Collegiums Musicums als auch des Akademischen Chors zu sehen ist. Diese PR Maßnahmen tragen keineswegs zur Verbesserung der Lehre bei und müssen deswegen aus den dafür vorgesehenen Töpfen der Universität bezahlt werden. Der Fall der Universitätsmusik ist ebenfalls leicht mit dem Fall des Takelmeisters, der auch einmal aus den Gebühren der Studentinnen und Studenten bezahlt worden ist, zu vergleichen. Auch er kostete unnötiges Geld, war ein Prestigeposten der Universität und wurde vom ZGS abgelehnt.
Die Entscheidung zur Betreuung der Beamer ist ebenfalls abzulehnen. So gibt die UL selbst zu, dass sie mit normalen Mitteln den Standard der Betreuung nicht aufrecht erhalten kann. Hier werden aus Studiengebühren Haushaltslöcher gestopft, die die UL selbst aufbringen muss. Beamer gehören heutzutage zur Standardausstattung einer modernen, studienfreundlichen Universität und die Betreuung aus Studiengebühren ist ein Armutszeugnis für die FAU.
Die aus Studienbeiträgen angeschafften Geräte, der Visualizer und die Audio- und
Videoanlagen für 10 Seminarräume Kollegienhaus, stehen keineswegs im Verhältnis zu dem jetzt durch Studienbeiträgen finanzierten Teil. Auch im Blick auf den vorhergehenden
Kommentar fangen die getätigten Anschaffungen fehlende Mittel der Universitätsleitung ab. Die Tatsache, dass die Entscheidung mit dem Doppelten Abiturjahrgang, für den die Universität zusätzliche Mittel erhalten hat um eben jene Infrastruktur zu schaffen und zu erhalten, begründet wird, zeigt dieses Flickschusterwerk nur überdeutlich.
[1] „Der Einzelunterricht soll vorrangig den Mitgliedern der Chöre und  Instrumentalensembles zugute kommen. Für diese ist er dank der Zuweisungen aus Studienbeitragsmitteln kostenfrei.“
– http://www.musik.uni-erlangen.de/index.php?link=2

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