Endlich: Die Karte für Alles – der neue Studierendenausweis

Wie wir ja bereits schon mehrfach berichten konnten, werden wir endlich einen neuen Studierendenausweis bekommen. Heute wurde endlich der Vertrag für die Einführung der neuen Karte im Rahmen eines Kick-Off-Meetings unterschrieben, bei dem auch ich anwesend war. Der Auftrag wird dabei von der Firma Magna Carta Chipcard Solutions B. V. aus den Niederlanden durchgeführt, für die neben der Universität auch das Studentenwerk die Vertragspartner sind. Nach dem derzeitigem Zeitplan ist es vorgesehen, die neue Karte zum Beginn des Wintersemesters 2011/2012 einzuführen.

Der neue Studierendenausweis wird nicht nur den bisherigen Ausweis aus Papier ersetzen, sondern zusätzlich noch die Funktionen der Mensakarte, des Bibliotheksausweis und der Kopierkarte vereinen. Angesichts der vielen verschiedenen Funktionen hat sich das Projekt als sehr komplex herausgestellt. Grund für die Anschaffung war aber nicht nur die Wirkung des Ausweis aus Papier auf die Öffentlichkeit, sondern auch die Unsicherheit des bisher eingesetzten Systems „MIFARE Classic“. Das neue System basiert auf „MIFARE DESFire“ und setzt damit auf offene kryptographische Algorithmen, deren Sicherheit besser gewährleistet werden kann.

Als Studierendenvertretung sind wir bereits seit dem Start dieses Vorhabens Mitte 2009 dabei. Damals wurden unter Beteiligung von Studierenden zuerst Workshops zur Erhebung des Bedarfs durchgeführt und eine Vorstudie erstellt. Auch darüber hinaus haben wir das Projekt betreut und waren bei der Ausschreibung und den darauffolgenden Gesprächen beteiligt. Darüber hatte ich auch schon mal auf der Versammlung aller Studierenden im November in einem Vortrag berichtet.

Die Handhabung wird wie mit den alten Karten auch erfolgen. Für die Mensa ist es wie bisher eine kontaktlose Zahlungsmöglichkeit, für die Bibliothek gibt es wie bisher einen Barcode und für das Schließsystem (vor allem an der technischen Fakultät im Einsatz) ändert sich auch nichts. Die größte Änderung betrifft den Ersatz des Papierausweis. Zum einen könnt ihr dann endlich einen Ausweis in der Hand halten, der auch danach aussieht und nicht selbst ausgedruckt werden muss. Allerdings war bisher die Gültigkeit auf dem Dokument aufgedruckt und wurde durch Ausdrucken eines neuen Ausweis „verlängert“. Nun wird die Karte neu bedruckt werden müssen. Dafür wird es an vielen Standorten der Uni extra neu aufgestellte Terminals geben, an denen die Verlängerung durch Druck auf einem Thermostreifen vorgenommen werden kann.

Trotz der Zusammenlegung bleibt der Datenschutz aber weiterhin gewahrt. So sind die persönlichen Daten lediglich aufgedruckt und werden nicht elektronisch erfasst. Die jeweiligen Institutionen erfahren somit keine Details über euch und es ist beispielsweise auch nicht möglich nachzuvollziehen, was ein einzelner von euch eigentlich so in der Mensa isst.

Die Entwicklung des neuen Ausweises scheint bei der Firma Magna Carta in guten Händen zu sein, die z.B. auch schon an der RWTH Aachen ein ähnliches System eingeführt hat. Auch wird genügend Freiraum für Erweiterungen gelassen, so dass in ferner Zukunft auch neue Vertragspartner aufgenommen werden könnten (z.B. ÖPNV). Momentan müssen aber erstmal noch kleinere technische Details geklärt werden, z.B. Schnittstellen zum IDM.

Als Mitglied im Lenkungsausschuss des Projekts werde ich auch in den nächsten Monaten hier im Blog über den Fortschritt berichten und stehe gerne für Fragen in den Kommentaren zur Verfügung.

Die Pressestelle der Uni hat dazu auch eine entsprechende Pressemitteilung herausgegeben.

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