Amnesty Hochschulgruppe überfällt die Stadt

An einem Samstag sorgte die Amnesty Hochschulgruppe mit der Unterstützung der Theatergruppe des Emmy-Noether-Gymnasiums für Aufregung in der Fußgängerzone in Erlangen. Es wurden fünf Szenen gezeigt, wie die Menschrechte in der Welt verletzt werden.

Um 11 Uhr 15 ging es am Rathausplatz los. Ein Gefangener wurde vom Rathausplatz zu den Arcaden getrieben. Trotz mehrerer Fluchtversuche schafften es die Soldaten ihn immer wieder einzufangen und zu quälen.

Vor den Arcaden ging es dann weiter mit einer Freez-in Aktion. Hier wurde besonderes Augenmerk auf die Verletzung der Menschrechte an Frauen und der Pressefreiheit gelegt. So gab es eine Zeitungsleserin, deren Zeitung zensiert war oder einen Fotografen, der am Fotografieren gehindert wurde. Frauen wurden symbolisch geschlagen oder gewürgt. Viele Besucher der Arcaden blieben stehen und betrachteten die Szenen.

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Der nächste Schauspielort war der Platz vor  Peek & Cloppenburg. Hier wurde ein Mensch in der Öffentlichkeit entführt. Zwei Männer mit Skimasken schnappten sich eine Frau, die eingeweiht war und trugen sie zu einem Auto, welches dann mit quietschenden Reifen davon fuhr. Viele Passanten reagierten schockiert und erkundigten sich nach den Hintergründen.

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Die letzten zwei Aktionen fanden auf dem Hugenottenplatz statt.

In der ersten Aktion ging es, um die Folter von Regimekritikern. Hierfür war ein kleines Gefängnis aufgebaut worden. Zwei Gruppen, die am Hugo ihre Meinung postulierten, wurden ergriffen und ins Gefängnis gesperrt. Durch verschiedene selbst entworfene Geräuschobjekte und Schreien der gefangen genommenen Personen, wurde ihre Folter dargestellt. Eine Frau zeigte sehr hitziges Engagement und versuchte unter Einsatz ihres Regenschirms gegen einige Mitglieder der Amnesty Gruppe einzugreifen, damit „nicht jeder einfach zuschaut“ – wie die Dame selbst erzählte.

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Die zweite Aktion am Hugo stellte eine Erschießungsszene da.  Bei der Aktion spielten 6 Mitglieder der Amnesty Hochschulgruppe Erschießungsopfer. Jedes Opfer hatte ein Schild um auf dem der Name eines Erschossenen stand, der auf Grund seines Einsatzes für die Menschenrechte erschossen wurde. Nachdem gestellten Tod, wurden die Konturen der Toten auf die Straße gezeichnet, um länger Aufmerksamkeit auf die Szene zu richten.

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Im Laufe des Tages erhielt die Amnesty Hochschulgruppe immer positive Resonanz, obwohl viele Passanten geschockt und erschreckt waren, was  sich in manchen Ländern abspielt.

Wir sagen Danke an die Amnesty Hochschulgruppe für das positive Schocken. http://www.uni.amnesty-erlangen.de/

Bericht in den Erlangen Nachrichten zu der Aktion gibt es auf deren Webseite.

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