Die FAUNA 1.0 ist tot! Es lebe die FAUNA 2.0?

Liebe Leserinnen und Leser, ich möchte an dieser Stelle ein Resümee zu unserem FAUNA-online Projekt ziehen. Es ist mittlerweile zwei-einhalb Jahre her, dass wir mit dem Projekt begonnen haben. Um unsere damalige Idee zusammenfassen, möchte ich aus dem kickoff Post von Florian Rampp zitieren: „Die perfekte Plattform für Infos aller Art rund um Aktionen eurer Uni! Bunt, aktuell, lebendig (…) Wir wollen transparenter arbeiten. Erst mal muss auch bei uns ein bisschen das Umdenken einsetzen und wir müssen raus aus dem Elfenbeinturm, in dem bis jetzt für euch Unipolitik gemacht wird.“

Ich denke weiterhin, dass das Konzept eine gute Idee ist, einen hohen Grad an Transparenz zu erreichen, und mit lebendigen Berichten die Studierenden auch zu erreichen. Aber wie fast alles im Leben ist auch das kein Selbstläufer, und gerade der Anfang ist hart. Es fällt schwer Leute zum lesen zu motivieren, weil noch nicht so viele StudivertreterInnen etwas schreiben, und es ist schwer jemanden zum schreiben zu motivieren, „weil das ja eh niemand liest“. Hier ist kontinuierliche Überzeugungs- und Informationsarbeit gefragt. Ein Blog lebt von der Vielfalt, Bedeutung und Menge der angebotenen Geschichten und Informationen.
Leider haben wir das nicht im gewünschten hohen Maß durchgehalten. Im vergangenen Jahr haben nur noch sehr wenige Menschen etwas geschrieben, und die Berichte aus Gremien und Arbeitsgruppen sind noch stärker zurückgegangen. Aus den Reihen der gewählten oder aktiven Studierendenvertretung hat sich niemand gefunden, der sich reinhängt und unser Projekt weiterführt. Ebenso hatten wir noch etliche Erweiterungen in Planung, um die Seite selbst auch interessanter und vielfältiger zu gestalten – eine Erweiterung des Kalenders, eine Mensa-Feedback Ecke, einen Teil mit redaktionellen Informationen (und ein extra Tier für jeden Bereich auf der Seite, damit die Giraffe Gesellschaft bekommt *g*) und vieles mehr. Leider hat sich auch keiner gefunden, dies weiterzuführen und sich mit eigenen Ideen ans Werk zu machen.

Warum schreibe ich das nun? Wer mich kennt, weiß dass ich mich recht gerne über Dinge beschwere, aber dass ich nicht nur passiv meckern möchte, sondern vorhabe die Beschwerdepunkt auch zu ändern. Ich schreibe dies, um eine Diskussion anzustoßen – ich hoffe dass ihr als treue Leser (von denen wir ja doch einige haben) euch in Kommentaren zu Wort meldet und Wünsche und Ideen vorbringt, genauso wie ich hoffe dass sich vieleicht doch wieder eine Gruppe von engagierten Menschen zusammenfindet um das Projekt weiterzuführen. Da ich selbst kein Teil der Studierendenvertretung Erlangen mehr bin (worauf von mancher Seite großer Wert gelegt wird) und da man bei der reinen Fortführung eines alten Projekts mit eigenen, kreativen Ideen eingeschränkt ist, möchte ich unsere FAUNA online, die Version 1.0, für beendet erklären. Es war ein tolles Projekt, mit dem wir einiges erreicht haben wie ich glaube, das ein neues Kapitel der Transparenz aufgeschlagen hat, das uns eine bundeswweite Presseberichterstattung eingebracht hat (danke Martin!) und bei dem wir viel gelernt und erlebt haben.

Das soll nun nicht heißen, dass die Seite eingestampft wird oder sich komplett verändern muss – ich wünsche mir, dass ein neues Team die Seite ohne eine Erblast und ohne die argwöhnischen Blicke von uns „alten Hasen“ auf „ihr Projekt“ weiterführt, in welcher Form und Art und Weise sie das auch für richtig befinden – die FAUNA online 2.0!

Ich möchte mich zum Schluss unbedingt bei allen Leuten bedanken, die in den vergangenen Jahren die FAUNA mit ihren Berichten bereichert haben und die die FAUNA selber mit ihrer Arbeit ins Leben gerufen haben, insbesondere bei Arnika, Bruno, Caroline, Felix, Florian, Hansi, Harald, Johannes, Lena und Martin. *edit* jetzt in alphabetischer Reihenfolge 😉 *edit*

Vielen Dank an Alle, die in diesem Post bis hierher durchgehalten haben ;-), ich freue mich auf viele Kommentare!

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Philipp Schrögel

Ich habe in Erlangen bis 2008 Physik studiert und war als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Physikalischen Institut tätig. Danach habe ich den Masterstudiengang "Public Policy" an der Harvard Kennedy School of Government absolviert, mit dem Schwerpunkt Science and Technology Policy. Ich war zuvor lange Zeit in der Studierendenvertretung der Uni Erlangen-Nürnberg tätig, von 2004-2005 in der Fachschaftsvertretung der Naturwissenschaftlichen Fakultät I, 2005-2006 als Fachschaftssprecher und von 2006-2008 als Sprecherrat und Senator. Von 2007-2009 war ich Sekretär (~ Sprecher) des landesweiten Zusammenschlusses der Studierendenvertretungen (LAK Bayern). Ich bleibe auch nach meiner aktiven Zeit als Interessenvertreter der Hochschul- und Wissenschaftspolitik verbunden, und freue mich immer über Kommentare oder Anregungen.

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