Gespräch der Studierendenvertretung mit StM Heubisch

Nachdem der neue Bayerische Wissenschaftsminister seinen Antrittsbesuch an unserer Universität im Dezember absagen musste, wurde er heute nachgeholt. Bei dieser Gelegenheit hatten auch die Studierendenvertretung Gelegenheit sich mit dem Minister auszutauschen. Leider viel dieses Gespräch eher kurz aus. Wir konnten die wenige Zeit jedoch in unseren Augen durchaus nutzen dem Minister unsere Standpunkte aufzuzeigen.

 Unsere Themen waren das längst überfällige Semesterticket für die FAU, die Schwierigkeiten im Lehramtsstudium und die durch den BA stark eingeschränkten „Freiräume“ im Studium, sowie die finanzielle Ausstattung der Studierendenvertretungen in Bayern.

Im Bezug auf das Semesterticket haben wir deutlich gemacht, dass wir die gegebenen Zustände als untragbar empfinden. Wenn Studierende, die auf Grund ihres Studiums gezwungen sind zwischen Erlangen und Nürnberg zu pendeln, zusätzlich zu den 1000€ Studiengebühren noch bis zu 600€ für das Pendeln  im Jahr ausgeben müssen, kann das für uns nicht akzeptabel sein. Der Minister hat an dieser Stelle jedoch im Wesentlichen auf die altbekannten Schwierigkeiten hingewiesen, welche die Einführung bisher verzögert haben. Allerdings hat er uns auch versichert, dass er das Thema Semesterticket zum „Generalpunkt“ seiner Amtsführung machen wird.

Als wir dem Minister aufgezeigt haben – mit Unterstützung der Hochschulleitung – welche Schwierigkeiten die Lehramtsstudierenden, aber auch die BA-Studierenden, an der FAU zu bewältigen haben und wie voll deren Stundenpläne sind, war der Minister sichtlich beeindruckt. Wir haben unsere Argumentation nach einer deutlichen Entlastung und einer ebenso deutlichen Aufstockung der finanziellen Ausstattung durch zwei Statistiken untermalt. Auch haben wir darauf hingewiesen, dass dieses Studium nicht die von Heubisch geforderten „Freiräume“ in der Studien- und Lebensgestaltung (inklusive Auslandssemester) vereinbar ist. Heubisch hat daraufhin geäußert, dass er durchaus sehr beeindruckt sei und intern klären ließe, welche Möglichkeiten der Abhilfe es gäbe. Auch hat er zum Ausdruck gebracht, dass er eine solche Form des Studiums nicht für angebracht hält.

Beim letzten Punkt, den wir ansprechen konnten, kam es im eigentlichen Sinne zu keinen wirklich festgefügten Aussagen. Wir haben stark moniert, dass die Zuweisungen des Ministeriums an die Studierendenvertretung sich in den letzten 5 Jahren halbiert hat, der Aufgabenkatalog aber deutlich angewachsen ist. Unsere Forderung an dieser Stelle war, dass die Ausstattung wieder verbessert wird, so dass wir auch weiterhin so viele studentische Projekte und Initiativen wie bisher unterstützen können. Aber wie gesagt: klare Aussagen zu diesem Thema waren vom Minister nicht zu bekommen… Wir als Studierendenvertretung werden nicht locker lassen in unseren Anliegen. Leider konnten nicht mehr unserer „Sorgen“ mit dem Minister erörtert werden, da er auf Grund seines engen Zeitplanes lediglich 20 Minuten für uns Zeit hatte. Jedoch zeigte er sich offen, sich in Bälde vielleicht auch einmal länger mit uns zusammenzusetzen.

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