Befreiung und Beurlaubung für Praktika

Es gab ja einige Verwirrung bezüglich der Befreiung von den Studiengebühren während eines Praktikums, die zwischenzeitlich zu Aussagen der Studentenkanzlei mit einer Anzahl an Verneinungen der Art „Es wird niemals nirgendjemand mehr für kein Praktikum nicht befreit oder beurlaubt!“ geführt hatten.
Die Hochschulleitung hatte dem Sprecherrat vorher schon klare Zusagen gegeben, die Informationen sind dann aber in der heißen Phase zwischenzeitlich in der Verwaltung steckengeblieben. Jetzt ist die Situation (vorerst) geklärt, und es gelten folgende Regelungen:

Wer ein Praktikum absolviert, dass in der Prüfungsordnung vorgeschrieben ist und das mindesten das halbe Semester (13 Wochen) dauert, wird auf Antrag von der Zahlung der 500€ Studiengebühren befreit.

Wer ein freiwilliges Praktikum machen will, das nicht in der Prüfungsordnung vorgesehen ist, kann ein Urlaubssemester bewilligt bekommen, wenn er die Zusage des Studiendekans einholt und das Praktikum mindestens 7 Wochen der Vorlesungszeit (nicht Semester!) dauert. Während eines Urlaubssemesters ist man dann laut Satzung auch von der Zahlung der 500€ befreit.

Die Informationen sind in einer schriftlichen Erklärung der Verwaltung nachzulesen.
Wir sind noch nicht wirklich zufrieden mit dieser Regelung, haben aber noch keine erfolgsversprechenden besseren Ideen. Es ist aber sehr schön, dass jetzt immerhin freiwillige Praktika (auch fachfremder Art) möglich sind, auch auf Wunsch des Rektors hin.
Aber da sich Industrieunternehmen zum Beispiel nicht an den Jahresplan der Universität halten, kann jetzt jemand Pech haben, wenn er sein Praktikum nur zwischen zwei Semestern antreten kann, deswegen dann in keinem der beiden Semester die erforderliche Zeit für eine Befreiung zusammenbekommt und dann aber trotzdem die beiden Semester verloren hat, wenn er an keinen Prüfungen teilnehmen kann.

Wir werden uns hier weiter einsetzen und um eine bessere Regelung bemühen, auch die Absolvierung freiwilliger fachfremder Praktika ist in der Formulierung des Schreibens so noch nicht erkennbar.

Veröffentlicht am in Sprecherrat, Studiengebühren | 4 Kommentare

Philipp Schrögel

Ich habe in Erlangen bis 2008 Physik studiert und war als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Physikalischen Institut tätig. Danach habe ich den Masterstudiengang "Public Policy" an der Harvard Kennedy School of Government absolviert, mit dem Schwerpunkt Science and Technology Policy. Ich war zuvor lange Zeit in der Studierendenvertretung der Uni Erlangen-Nürnberg tätig, von 2004-2005 in der Fachschaftsvertretung der Naturwissenschaftlichen Fakultät I, 2005-2006 als Fachschaftssprecher und von 2006-2008 als Sprecherrat und Senator. Von 2007-2009 war ich Sekretär (~ Sprecher) des landesweiten Zusammenschlusses der Studierendenvertretungen (LAK Bayern). Ich bleibe auch nach meiner aktiven Zeit als Interessenvertreter der Hochschul- und Wissenschaftspolitik verbunden, und freue mich immer über Kommentare oder Anregungen.

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