Kommission für Lehre und Studium

Einen ganzen Berg von Anträgen haben wir in der letzten Sitzung der Kommission für Lehre und Studium (kurz LuSt) der Uni bearbeitet. Die Kommission begutachtet vor allem die Anträge auf Einrichtung von Studiengängen oder auf Änderung von Studien- oder Prüfungsordnungen, die dann vom Senat beschlossen werden. Diesmal stand die Umstellung auf Bachelor/Master in den Naturwissenschaftlichen Fakultät I und III und vor allem in den Philosophischen Fakultäten auf der Agenda.

Obwohl es insgesamt über 150 Seiten Sitzungsvorlagen gab wurde alles zügig abgearbeitet. Diskussionenen gab es auf der Sitzung kaum. Über die Umstellung selbst muss ja auch nicht diskutiert werden, sie ist gesetzlich vorgeschrieben. Begeistert ist allerdings niemand vom neuen System.

Die Studiengänge wurden vom verantwortlichen Studiendekan jeweils kurz vorgestellt, dann wurde abgestimmt. Das Ergebnis ist: Ab dem nächsten Wintersemester können Studienanfänger in den genannten Fakultäten nur noch Bachelor-Studiengänge beginnen. Wer schon studiert, erhält aber natürlich noch einen Diplom- oder Magisterabschluss. In den Naturwissenschaften bleibt es beim Ein-Fach-Studiengang, die Inhalte bleiben weitgehend die selben wie im bisherigen Diplom, allerdings aufgeteilt eben auf Bachelor (sechs Semester) und Master (anschließend, vier Semester).

An den Philosophischen Fakultäten werden jeweils zwei Fächer studiert, auch hier ändern sich die Inhalte kaum. Es gibt aber künftig zwei neue Fächer: Kulturgeschichte des Christentums und Religion. Diskutiert wurde vor allem darüber, ob es künftig fest vorgeschriebene Fächerkombinationen geben soll. Weil Fristen beim Bachelor strenger sind, können nämlich Vorlesungen nicht mehr von einem Semester in ein anderes „verschoben“ werden. Am Ende wurde aber bei nur einer Gegenstimme festgelegt, dass weiterhin alle Fächer miteinander kombiniert werden dürfen. Es gibt aber Empfehlungen, welche Fächer man wählen sollte. Für diese empfohlenen Kombinationen garantiert die Uni, dass man alle Pflicht-Veranstaltungen in beiden Fächern in der Regelstudienzeit besuchen kann.

Geklärt werden müssen auch noch Details der neuen Prüfungsordnungen wie zum Beispiel die Sprachkenntnisse. Unklar ist bei den Philosophen noch, wie die Master-Studiengänge aussehen sollen. In Physik und Mathematik dagegen stehen auch diese schon fest, hier sind nur die genauen Übergangsregelungen (wer darf auf Master studieren) noch nicht geklärt.

Mit dieser Sitzung (und nach der Zustimmung des Senats, die aber auch unstrittig sein dürfte) sind dann fast alle Diplom- und Magisterstudiengänge an der FAU umgestellt. Es fehlen nur noch einige der TechFak. Bei den Medizinern, den Juristen und den Theologen bleibt es beim Staats- bzw. Kirchenexamen. Was mit den Lehrämtlern passiert, weiß noch niemand. Wenn’s blöd läuft, müssen alle Studiengänge nochmal überarbeitet werden.

Veröffentlicht am in Konvent, Nat, Phil | 17 Kommentare

17 Responses to Kommission für Lehre und Studium

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.