Gespräch mit dem Rektor am 23.01.07

Am Dienstag Vormittag hatten wir als SprecherInnenrat einen Termin beim Rektor, um über Nachbesserungen bei der Studiengebührensatzung zu reden. Die Befreiung von 5% der Studierenden eines Jahrgangs ist sehr problematisch, und bei der Umsetzung der Regel gibt es einen Haufen Probleme. Die Situation der Nicht-EU Ausländer ist weiterhin extrem schlecht und auch Studierende die ein Praktikum während Ihres Studiums absolvieren müssen, stehen momentan vor Problemen.

Wir Studierendenvertreter haben schon beim Erlass der Satzung vorgeschlagen, dass keine Befreiung gewährt wird wenn man zu den Besten gehört, aber zur Förderung besonders begabter Studierender spezielle Programme angeboten werde. Wie die aussehen, ist von den Bereichen abhängig, es bieten sich Summer-Schools an, spezielle Seminare, Kaminabende mit hochrangigen Wissenschaftlern oder Wirtschaftsvertretern oder auch die Förderung von Konferenzteilnahmen von Studierenden vor der Diplomarbeit.

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(links: Sprecherrätin Ines Eichmüller, Sprecherräte Matthias Klein und ich selbst, auf der rechten Seite vorne der Justitiar der Uni Herr Merker und der Rektor Herr Grüske)

Wir haben bei dem Gespräch auch mögliche Nachbesserungen am entsprechenden Paragraphen diskutiert, weil die grundlegende Entscheidung, ob die Befreiung beibehalten oder abgeschafft werden soll, im Senat getroffen werden soll.
Die bisherige Auslegung war zum Beispiel, dass sich bei den 5% die 100% auf alle bezieht die die Prüfung bestanden haben. Unser Wunsch war, hier die tatsächlichen Teilnehmer zugrunde zu legen, aber das ist in der Praxis leider nicht möglich, da es einige Studiengänge mit begleitenden Prüfungen gibt wo eine Ermittlung der „Teilnhemer“ nicht möglich ist.
Nicht-EU Ausländer bekommen keinen Studiengebührenkredit, können und sollen aber auch nicht generell befreit werden. Leider haben wir hierzu keine wirkliche Lösung gefunden, und den Rektor gebeten das Problem zusammen mit den anderen Rektoren bayrischer Hochschulen zu diskutieren und auch dem Ministerium vorzubringen.

Die Problematik mit den Praktika besteht momentan darin, dass die Befreiung laut Gesetz momentan hauptsächlich auf FHs bezogen wird, mit festen Praktikumssemetsern. Die Regelung mit den flexiblen Praktika hier an der Uni wird aber momentan ausgearbeitet, es ist auch der ausdrückliche Wille des Rektors, dass die Studierenden die wegen eines Praktikums keine Leistungen der Universität in Anspruch nehmen, auch keine Gebühren zahlen müssen. In diesem Kontext sind wir auch auf die bisher sehr strenge Auslegung der Beurlaubungsrichtlininen gekommen. Da das Thema wegen der Studiengebühren enorm an Bedeutung gewonnen hat, muss sich die Praxis hie auch ändern. Der Rektor hat uns in dem Anliegen unterstützt und auch gesagt dass er es sinnvoll findet wenn man sich auch für nicht im Studienplan vorgeschriebene Praktika oder Aktivitäten befreien lassen kann. Wir sind gespannt wie die Umsetzung hier laufen wird.

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Philipp Schrögel

Ich habe in Erlangen bis 2008 Physik studiert und war als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Physikalischen Institut tätig. Danach habe ich den Masterstudiengang "Public Policy" an der Harvard Kennedy School of Government absolviert, mit dem Schwerpunkt Science and Technology Policy. Ich war zuvor lange Zeit in der Studierendenvertretung der Uni Erlangen-Nürnberg tätig, von 2004-2005 in der Fachschaftsvertretung der Naturwissenschaftlichen Fakultät I, 2005-2006 als Fachschaftssprecher und von 2006-2008 als Sprecherrat und Senator. Von 2007-2009 war ich Sekretär (~ Sprecher) des landesweiten Zusammenschlusses der Studierendenvertretungen (LAK Bayern). Ich bleibe auch nach meiner aktiven Zeit als Interessenvertreter der Hochschul- und Wissenschaftspolitik verbunden, und freue mich immer über Kommentare oder Anregungen.

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