Gespräch des Sprecherrats mit Grüske

Gespräch des Sprecherrats mit Grüske am 21.11.2006

Auf unsere Anfrage hin hatte sich Rektor Grüske eine Stunde Zeit genommen, um uns kennenzulernen und etwas über die aktuellen Dinge zu plaudern.

Wir – das war der neu gewählte Sprecherrat aus Ines Eichmüller (Pädagogik), Matthias Klein (Wirtsch.päd.), Philipp Schrögel (Physik) und Hansi Schmidt (Maschinenbau), dazu unserer Konventsvorsitzende Saskia Heike (Pädagogik) und ihr Stellvertreter Michael Greger (Wirtsch.päd.). Mit dabei war auch Herr Merker, der Justiziar der Uni, der in allen Rechtsfragen das letzte Wort und Wissen hat.

Herr Grüske zeigte sich erfreut, dass wir mit unserem Gesprächswunsch auf ihn zugegangen sind, was nur selten der Fall gewesen sei bei den früheren Studierendenvertretungen – wir hoffen, dass er unser Engagement und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit in Zukunft auch entsprechend würdigen wird!

Zunächst war es schwierig, in ein Gespräch zu kommen, weil Herr Grüske sehr viel selbst erzählt hat über die aktuellen Dinge, vor allem im Hinblick auf die geplante Umstrukturierung der Universität in 5 Fakultäten und die neu entstehenden Departments. Er erzählte über die Beweggründe, die erhofften Verbesserungen und Vorteile und über die Widerstände, die aus einigen Fakultäten bzw. aus bestimmten Kreisen kommen.

Wir konnten dann irgendwann ins Gespräch einsteigen, als wir ihm unsere Bedenken über die Probleme einer angemessenen Studierendenvertretung in solchen Großfakultäten erzählt haben, was er nachvollziehen konnte. Wir haben ihm von unserem Vorschlag erzählt, im Rahmen der Möglichkeiten der „Experimentierklausel“ (jede Uni kann darüber im Prinzip abweichend vom bayerischen Hochschulgesetz in verschiedensten Bereichen „experimentieren“ und andere als die vorgeschriebenen Lösungen finden) im Falle der Umstrukturierung auch die gewählten Fachschaftsvertretungen direkt auf Department-Ebene anzusiedeln anstatt Studierendenvertreter für die Großfakultäten zu wählen.

Das hat für euch den Vorteil, dass ihr „näher dran“ seid an den Vertretern, die ihr wählen könnt, wir Studivertreter haben damit mehr Gewicht und Mitgestaltungsmöglichkeiten direkt in den einzelnen Departments. Grüske fand unsere Argumente schlüssig und meinte auch, das ginge mit der vorgesehen Stärkung der Departments konform – er hat uns Unterstützung bei der Umsetzung zugesagt.

Er zeigte ebenfalls Verständnis dafür, dass wir für einen zweiten Studenten im neuen Senat ab kommendem Jahr plädieren, der zwar nicht stimmberechtigt, aber mit beratender Funktion dem Senat angehören soll – denn sonst trägt nur ein einziger Vertreter im zentralen Uni-Gremium die Verantwortung für 26000 Studierende, was uns äußerst bedenklich erscheint.

Bei unserem letztes Anliegen, nämlich einer indirekten Bestimmung dieser Studentischen Senatoren durch den Konvent (anstatt direkter Wahl wie bisher), meinte Herr Merker, das „sei zwar machbar“, aber „die Erfahrung hat gezeigt, dass das nicht gut ist“ – Grüske widersprach dem allerdings und meinte, „man könne es ja durchaus mal probieren, und notfalls dann wieder ändern, wenn’s schiefgeht“ – wir werden ihn mit unserer Forderung beim Wort nehmen!

Leider hat die Kürze der Zeit nicht ausgereicht, um über alle aktuellen Fragen unsererseits zu sprechen, aber was bleibt, ist der (positive) Eindruck, dass die Hochschulleitung uns langsam ernstzunehmen beginnt und sich durchaus offen für unsere Vorschläge zeigt.
Das nächste Gespräch wird – mit den Studentischen Senatoren und komplett versammelter Hochschulleitung – am 05.12. stattfinden.

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